Schwarzwälder Kirsch Dessert

1 eckige Form
1 Paket Löffelbisquit
1-2 Rumaroma
gekochter Vanillepudding
1 Glas Kirschen
einige Schokoraspel
1 Becher Sahne
1 Sahnesteif
1 Paket Vanillezucker

Die eckige Form mit Löffel-Bisquit auslegen. Rumaroma darauf träufeln. Die abgetropften Kirschen darauf verteilen. Schokoraspel darüberstreuen. Frisch gekochten Pudding darauf geben – abkühlen lassen.

Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen und auf dem Pudding verteilen. Nach Belieben noch einmal Schokostreusel draufstreuen.

Einen Tag ziehen lassen dann servieren!

EIERLIKÖRTORTE

Zutaten:

2 Eßlöffel Kaba
2Eßlöffel Kakao
3 Eigelb
100 g Zucker
1 Teelöffel Backpulver
125 g geraspelte Haselnüsse oder Mandeln
100 g weiche Margarine
Rumaroma
alles vermischen und drei Eischnee unterziehen
dann in einer Springform 25 Min. bei 180 ° Umluft
backen….auf den warmen Kuchen Eierlikör dünn
aufstreichen.
3 Becher Schlagsahne mit Sahnesteif und
Vanillezucker schlagen, auf den jetzt erkalteten
Boden geben und großzügig mit Eierlikör
beträufeln, evtl. mit Schokostreußeln verzieren und
bis zum Verzehr kalt stellen.

Brownies

Rezept für Brownies

60g ungesüßte Schokolade
Oder 6 Esslöffel Kakao
85g Butter
1 Becher Zucker (ca.200g)
2 Eier
Salz
1 1/2 Becher Mehl (ca. 60g)
1 1/2 Becher gehackte Walnusskerne
1 Vanillezucker

Schokolade oder Kakao und Butter schmelzen, andere Zutaten hinein rühren. Etwa 2cm dick auf ein Blech verteilen, 40-50 Minuten bei 150 Grad oder 25 Minuten bei 180 Grad backen. Im ersten Fall werden sie cremiger, im zweiten krümeliger.

Stachelbeertorte

  • Teig:
  • 100 Gramm Margarine
  • 100 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 4 Eigelb
  • 125 Gramm Mehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • Belag:
  • 4 Eiweiß
  • 200 Gramm Zucker
  • Füllung:
  • 1 Glas Stachelbeeren
  • 1 Päckchen heller Tortenguß
  • 500 Gramm Sahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 2 Päckchen Vanillinzucker

Aus den ersten Zutaten einen Rührteig herstellen. Aus den zweiten Zutaten eine Baisermasse herstellen.
Jeweils die Hälfte des Teigs in eine gefettete Springform geben, darauf die Hälfte der Baisermasse streichen.
Auf der untersten Schiene im vorgeheizten Ofen bei Heißluft 200° ca. 20 Minuten beide Böden backen anschließend abkühlen lassen.
Die Stachelbeeren abtropfen lassen, 1/4 l Saft mit dem Tortenguß aufkochen und die Stachelbeeren unterrühren.
Nach dem Erkalten auf den 1. Boden streichen, darauf die steifgeschlagene Sahne geben.Den anderen Boden in 12 Stücke schneiden und auf die Sahne legen.
Zum Schlußnoch mit Puderzucker bestäuben.

Bei Verwendung von frischen Stachelbeeren muss man sie vorher weichkochen.


Zucchinisalat

ca. 800 g Zucchini
3 El Oel
1/8 L Wasser
Zitronensaft
1 Prise Salz

Marinade: 4 El Olivenoel
5 El Essig
1/2 Teel. Senf
1 kleine Zwiebel
4 Zehen Knoblauch
1 Paket Petersilie (Tiefkühl)
1 Paket Schnittlauch
Salz, Zucker, schwarzer Pfeffer

Saubere Zucchini in dicke Scheiben schneiden. Oel in einem Topf erhitzen, Zucchini dazu, mit Wasser und Zitronensaft übergießen
salzen. Zugedeckt 10 Minuten dünsten lassen.
In der Zwischenzeit für die Marinade Olivenoel, etwas Essig und Senf verrühren, Zwiebel reinreiben und Knoblauchzehen reinpressen,
mit Salz, Pfeffer Zucker pikant abschmecken, evtl mehr Senf oder Salz oder Zucker verwenden.
Die abgetropften Zucchini in die Marinade geben und darin erkalten lassen. Frischen Schnittlauch und Petersilie (oder Tiefkühl)
vor dem Servieren durchziehen und evtl. nachwürzen. Lecker!!!!!

Felix

Weihnachten mit Felix

Das hat sie wieder mal ganz geschickt gemacht, mich vor meinen Kindern zu fragen, ob ich den Hund nehme zu Weihnachten „Ja Mama, ja, Felix soll bei uns bleiben“

Die Jungs hüpfen aufgeregt herum: Weihnachten mit Felix, das wird ein Fest!

Also meinetwegen! Meine Freundin Karin ist zufrieden: „Dann kann ich beruhigt fahren, wo doch meine Mutter eine Tierhaarallergie hat.“

Na klar, ich kann mal wieder nicht nein sagen- es ist typisch für mich.

Nachdem Felix Fressnapf und Decke aus dem Auto in mein Haus wandern, Karin mich drückt und mir Schöne Feiertage wünscht und die Kinder versuchen, sich die Aufmerksamkeit von Felix zu ergattern, nehme ich mit mulmigem Gefühl die Leine in Empfang. Weihnachten mit Felix! Das wird doch gut gehen?

Mein Mann wird gleich mit Felix und den Kindern spazieren gehen; Zeit überbrücken, während ich den Baum schmücke. Ein schöner Baum. Das Radio dudelt Weihnachtslieder das Essen ist soweit gekocht und sogar für Felix eine Bockwurst bereit, die Laune steigt, während ich den Baum schmücke; wie gesagt, ein schöner Baum. Die bunten Teller mit den Marzipanbroten, den Schokoladenkringeln und Keksen um den Baum drapiert, schnell noch die Kerzen- soweit ist alles klar. Hoffentlich gibt es keinen Streit um die elektrische Eisenbahn, die mein Mann noch vom Boden holen und aufbauen muss. Sie ist schließich für beide Kinder , zwar bekommt jeder seine eigene Lok, aber Schienen und Häuser und Bäume auf der Platte sind für beide. Kinder, Mann und Hund kommen hungrig .und durstig vom Spaziergang zurück.

Sie dürfen vorerst nicht mehr ins Wohnzimmer. Alle sind aufgeregt: Wann ist endlich Bescherung? Zunächst wird gegessen. Den Heringssalat verschmähen die Kinder, aber Würstchen und Kartoffelsalat schmecken, und ich tue so, als ob ich nicht merke, wie sie heimlich Felix füttern. Heut ist schließich Weihnachten. Keiner merkt, dass der Vater inzwischen im Wohnzimmer war, die Eisenbahn aufgebaut und die Kerzen angezündet hat. Ganz feierlich öffnen wir die Tür zum erleuchteten Wohnzimmer.

Dann geht alles ganz schnell: Felix rauscht an uns vorbei, unter den Baum auf die bunten Teller zu – das erste Marzipanbrot ist seins. Schnell, rettet die bunten Teller!!! Der Baum wackelt verdächtig. In aller Eile pusten mein Mann und ich die Kerzen aus. Die Kinder sind mit Auspacken beschäftigt, Felix überall dazwischen, wühlt im Papier. Die Eisenbahn läuft – Felix bellt sie an, rennt hinter der Lok her, schnappt sie und läuft mit ihr durchs ganze Zimmer. Die Kinder schreien, das Telefon klingelt, Oma spricht auf den Anrufbeantworter: „Wir wünschen Euch schöne ruhige besinnliche Weihnachten“ Das Chaos ist perfekt, mein Mann schnappt Felix und sperrt ihn ins Badezimmer, er protestiert und bellt wie verrückt.

Ein unvorstellbarer Tumult! Kein einziges Weihnachtslied gesungen, die Kinder streiten, wer zuerst seine Lok fahren lassen darf, Felix bellt, das Telefon klingelt. Wir lassen Felix wieder raus, er begrüßt alle, als hätte er uns Jahre nicht gesehen, leckt den Kindern das Gesicht. Die sind glücklich. Meine Schwester singt auf den Anrufbeantworter „Oh Du fröhliche“. Das war unser Weihnachten 1983 mit Felix.


Vater und Söhne

Manchmal habt Ihr euch gegen mich verbrüdert, zusammen eine Einheit, habt mich ganz sicher wissen lassen, dass nur ihr im Stehen pinkeln könnt, habt mich geärgert, wenn ihr wie die „Großen“ Fussballer auf den Rasen gerotzt habt, ihr wusstet, dass mich das zornig macht.

Dann habe ich mir manchmal ein süsses Mädchen gewünscht, eine Tochter wie eine Schwester, wie eine Freundin …..

Manchmal habt ihr 3 mich aber auch zu Tränen gerührt, wenn ihr euch soooo angestrengt habt am Muttertag, den ihr fast celebriert habt mit selber kochen und abwaschen und mich zwanghaft zu verwöhnen. Es war manchmal schon verwöhnen genug, wenn ihr euren Krempel alleine weggeräumt habt!

Nun, ich bin ganz gut mit euch Männern fertig geworden, habe mich behauptet gegen 2 Söhne und deren Vater. Und ich bin zufrieden, zufrieden mit eurem Verhältnis zueinander.

Ihr seid Freunde! Kumpel! Vater und Söhne!

Schon im Kreisssaal hat euer Vater euch im Arm gehalten – das war vor 35 Jahren nicht selbstverständlich, eher exotisch. Er wollte ein anderes Verhältnis zu euch als er zu seinem Vater hatte. Wollte der Vater sein, der ihm gefehlt hatte, den er vermisst hatte. Und er wurde dieser Vater.

Er schob euch im Kinderwagen, hat euch gefüttert, gewickelt, getröstet. Hat euer Interesse für Fussball geweckt, ist jeden Sonntag mit einer ganzen Kinderschar zum Fussballplatz und hat dich mein Großer als seinen Ältesten angefeuert. Hat sich engagiert für den jüngeren im Elternbeirat der Schule, hat versucht eure Schule menschlicher zu gestalten, anders als die Trete in der er früher seine Ängste potenzierte.

Er hat immer mit mir an einem Strang gezogen – ihr habt zwar wie alle Kinder versucht, uns gegeneinander auszuspielen, was ihr bei dem einen nicht erlaubt bekommen habt, sollte die andere euch erlauben. Da waren wir aber als Eltern uns einig.

Niemals ist eurem Vater die Hand „ausgerutscht“, nicht auch ein kleines einziges Mal. Ihr solltet nicht das erleben, was er erlebt hat. Ihr solltet ohne körperliche Züchtigungen groß werden, anders als er. Ihr seid es geworden! Ohne Teppichklopfer im Hintergrund, ohne Angst vor der Strafe, vor dem „warte bis Papa kommt“, ohne Missachtung eurer Person.

Das war alles nicht immer einfach – vor allem, den Grad zu finden nicht zuviel des Guten zu tun – euch auch noch Grenzen zu setzen. Er hat es geschafft!

Er hat Euch all das gegeben, was er in seiner Kindheit schmerzlich vermissen musste. Verständnis, Vertrauen, Zuwendung, Liebe. Er hat Euch gelehrt zuzuhören, anzupacken, wo es nötig ist. Er war da, wenn ihr ihn brauchtet, hat euch auf eurem Weg ins Erwachsenenleben zur Seite gestanden.

Natürlich hat es Zeiten gegeben wo Papa doof war, wo ihr kritisch hinterfragt habt, wo wir Erwachsenen spießig waren, falsche Frisur, falsche Kleidung, falsche Ansichten und überhaupt keine Ahnung hatten, wo ihr zugemacht , niemanden an euch rangelassen habt. Das musste auch so sein. Auch da hat er verstanden…..

……und ihr habt ihm euch geschenkt. Durch euch hat er erleben dürfen dass Kinder Freude machen, Freude und Sorgen und Spaß

und Kummer und Gedanken und Gefühle und Ängste und Sicherheit

und Erfahrungen und Liebe….

Jetzt, im letzten Drittel seines Lebens, wenn er Bilanz zieht würde er alles genauso machen, weil es reich gewesen ist. Und rund.

Und überhaupt!

Meine Rede zum Abschied aus dem Rathaus


Kommunalpolitik ist das Standbein unserer Demokratie, wer sich für die Ratsarbeit in der Kommunalpolitik entscheidet, bekleidet ein wichtiges Ehrenamt.

Nun steht die Politik allgemein seit Jahren in der Kritik- egal wo sie gemacht wird, ob Kommune, Kreis, Land oder Bund ja selbst Europa und Weltpolitik. Gerade das spürt man in der Kommune am besten. Hier kann man die Kritik oft hautnah leidvoll erfahren. Gerade hier ist man dem Bürger näher als in Land oder Bund.

Politik ist immer eine Gratwanderung- was man dem einen Bürger recht machen will, darüber empört sich der andere bspw. Linie 4 oder Bebauungspläne oder oder oder.

Viele Stunden haben meine Kolleginnen Kollegen und ich hier im Rathaus verbracht auch immer in dem Willen, alles zum Wohle Lilienthals zu gestalten. Oftmals war es ein Ringen um die richtige Entscheidung. Oft waren wir nicht der gleichen Meinung und oft war auch das Ringen um die richtige Entscheidung innerhalb der einzelnen Parteien und Gruppen nicht eben einfach.

Aber seien sie alle sicher, alle Entscheidungen in diesem Ratssaal sind im Bewusstsein der Verantwortung für das Ganze entstanden. Auch die in den Aufsichtsräten und anderen Gremien. Eine Entscheidung beispielsweise für höhere Gaspreise trifft auch uns alle mit unseren Familien ganz persönlich und schmerzlich und ist niemals abstrakt zu sehen.
Wir alle waren und sind uns immer der Verantwortung bewusst und haben es uns wirklich nicht einfach gemacht.

Jetzt verlassen einige von uns den Gemeinderat. Von der SPD-Fraktion sind dies gleich einige: Jens Erdmann, Till Hase-Bergen, Frank Linowski, Gertrud Schibilla und Sibille Strehler. Diesen und allen anderen ausscheidenden Ratsfrauen und Männern gebührt Dank. Ihr Engagement war wichtig und richtig, sie alle haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt, haben sich in Materien eingearbeitet, die ihnen vorher fremd waren –
Ich selbst durfte mich mit der komplizierten Materie der Abwasserangelegenheiten befassen.

Aber die Ausscheidenden haben hierbei auch viel gelernt und haben hier Danke zu sagen. Dank an die Verwaltung für Kooperation wo sie nötig war, Dank an die Ratskolleginnen und Kollegen, die man auch manchmal überzeugen konnte und Dank an die Presse, die uns immer kritisch begleitet hat. Dank auch an die Bürgerinnen und Bürger die uns gewählt haben die sich nun durch uns vertreten oder eben auch gerade nicht vertreten fühlten.

Freuen Sie Sich alle mit mir, dass es auch zukünftig Männer und Frauen geben wird, die bereit sind sich einzusetzen. Das ist wichtig für die Demokratie, wichtig für das Gemeinwesen. Sie wagen sich in das nicht immer einfache Feld der Kommunalpolitik.
Und diese ist – wie ich eingangs bemerkt habe- das Standbein unserer Demokratie.
Ich danke Ihnen, dass Sie mir zugehört haben.

Ingrid Kluth